Franzin Australia
The funny thing about fairy tales, is that we forget about them so fast.
And we grow up, we buy things, we build up fences.
We sell our innocence and forget our dreams.
We forget who we are in order to be something we're not.
And we'll keep believing in this so called truths, until we forget how to live.
Or until we open our eyes, and wake up...
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Freitag, 1. März 2013
Freitag, 23. November 2012
Freitag, 9. November 2012
Der Oktober
Der Oktober... ist eigentlich auch schon wieder vorbei und ich weiß gar nicht wo er so schnell hin ist. Hauptsächlich habe ich mich um meine vier letzten Vorlesungswochen und meine Arbeit gekümmert. Mein Job als Kellnerin hat sich zunehmend als Bereicherung für mein gesamtes Auslandsjahr entwickelt. Ich glaube die Erfahrungen über Australier, das australische Leben und vor allem die australische Jugend, die ich hier machen konnte, hätte ich sonst nicht so einfach gemacht. Im Vergleich zur Uni habe ich bei der Arbeit auch mein Englisch und generelle sprachliche Kompetenzen deutlich verbessern können.
An den Wochenenden ging es dann zum Beachen an den Strand oder zum Picknick in den Park oder zum Mountainbiken in die Hills. In der letzten Oktober Woche konnten Louis und ich noch ein Auto von einer Freundin ausleihen und haben ein verlängertes Wochenende in Victor Harbor verbracht. Danach ging dann die Klausurenphase los und seit dem sitze ich eigentlich nur noch in der Uni. Womit ich gar nicht klar komme ist die australische Vorweihnachtszeit. Es fühlt sich einfach nicht wie Oktober oder November an und die Weihnachtsdekos in den Straßen oder die Weihnachtsartikel in den Geschäften erscheinen mir nur 'weird'.
Da das Jahr aber seinem Ende zu geht, steht mein 'travel-plan' so langsam. In einer Woche schreibe ich die letzte Klausur, werde dann noch zwei Wochen arbeiten und ende November Besuch von Rebecca bekommen. Zusammen fliegen wir dann am 4. Dezember nach Sydney und treffen uns dort mit Franzi. Von dort aus reise ich dann gemeinsam mit Franzi vier Wochen lang die Ostküste hoch, bis nach Cairns wo wir Silvester verbringen werden. Anfang Januar fliege ich nach Singapur und werde von dort aus noch ein bisschen durch Asien reisen. Wann ich dann wieder in Deutschland bin werde ich noch entscheiden. Ich kanns aber langsam kaum noch erwarten mal wieder daheim zu sein und ein Vollkornbrot zu essen, deshalb kanns wohl nicht mehr all zu lange dauern :). Bis bald, eure Franzi
An den Wochenenden ging es dann zum Beachen an den Strand oder zum Picknick in den Park oder zum Mountainbiken in die Hills. In der letzten Oktober Woche konnten Louis und ich noch ein Auto von einer Freundin ausleihen und haben ein verlängertes Wochenende in Victor Harbor verbracht. Danach ging dann die Klausurenphase los und seit dem sitze ich eigentlich nur noch in der Uni. Womit ich gar nicht klar komme ist die australische Vorweihnachtszeit. Es fühlt sich einfach nicht wie Oktober oder November an und die Weihnachtsdekos in den Straßen oder die Weihnachtsartikel in den Geschäften erscheinen mir nur 'weird'.
Da das Jahr aber seinem Ende zu geht, steht mein 'travel-plan' so langsam. In einer Woche schreibe ich die letzte Klausur, werde dann noch zwei Wochen arbeiten und ende November Besuch von Rebecca bekommen. Zusammen fliegen wir dann am 4. Dezember nach Sydney und treffen uns dort mit Franzi. Von dort aus reise ich dann gemeinsam mit Franzi vier Wochen lang die Ostküste hoch, bis nach Cairns wo wir Silvester verbringen werden. Anfang Januar fliege ich nach Singapur und werde von dort aus noch ein bisschen durch Asien reisen. Wann ich dann wieder in Deutschland bin werde ich noch entscheiden. Ich kanns aber langsam kaum noch erwarten mal wieder daheim zu sein und ein Vollkornbrot zu essen, deshalb kanns wohl nicht mehr all zu lange dauern :). Bis bald, eure Franzi
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| Der Oktober |
Montag, 1. Oktober 2012
'live the dream'
Endlich habe ich Zeit auch einen Eintrag zu diesen Bildern zu schreiben. In meinem Mid-Semester-Break habe ich lang ersehnten Besuch von der lieben Franzi bekommen :). Das Erste Wochenende haben wir in Adelaide verbracht und sind zum Strand, auf den Markt, durch die Stadt geschlendert und haben ein bisschen gefeiert. Was man halt eben so macht in Adelaide. Am Montag gings dann mit einem Camper los, in Richtung Süden. Mit Halt an ein paar schönen Stränden sind wir über Cape Jervis nach Kangaroo Island gefahren. Wie ich schon im Februar festgestellt hatte, ist die Insel einfach wunderschön und immer wieder sehenswert. Zum Glück wurde wir auch mit tollem Wetter und schönen Aussichten belohnt. Auf dem Rückweg haben wir einen Zwischenstopp in Victor Harbor eingelegt und für eine Nacht bei Freunden von meinem Housemate Richard übernachtet. Eine Familie die mitten in der Pampa auf einer selbst gebauten Öko-Farm lebt - wirklich wahnsinnig schön und idyllisch. Dazu gab es noch ein 4-stündiges Abendessen bei dem wir Vorträge über Umwelt, Globalisierung, Politik, Sprachen, Kulturen, gefährliche betrunkene Jugendliche, und und und hören durften.
Wieder in Adelaide angekommen musste ich mich langsam wieder auf Präsentationen und Hausarbeiten in der Uni vorbereiten. Zeit für einen Pizza-Abend mit anschließendem 'Toxic-Fire' bei James gab es aber trotzdem. Meine Ferien mit Franzi waren wirklich wahnsinnig schön... deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auf unsere gemeinsamen vier Wochen an der Ostküste im Dezember!
Wieder in Adelaide angekommen musste ich mich langsam wieder auf Präsentationen und Hausarbeiten in der Uni vorbereiten. Zeit für einen Pizza-Abend mit anschließendem 'Toxic-Fire' bei James gab es aber trotzdem. Meine Ferien mit Franzi waren wirklich wahnsinnig schön... deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auf unsere gemeinsamen vier Wochen an der Ostküste im Dezember!
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| Franzi and Franzi in SA |
Montag, 20. August 2012
Drei positive Freunde
Ich hätte zwar nie gedacht, dass dieser Tag einmal kommen wird und wäre vor lauter Ungeduld fast geplatzt... aber am 2. August sind meine Eltern endlich (nachdem sie selbst die Bush-Safari im Outback überlebt hatten) in Adelaide angekommen. Die Wiedersehensfreude war riesig und es war wahnsinnig toll den beiden hier einmal alles zeigen zu können was sie sonst nur aus Skype oder Erzählungen kannten. Also hatte ich 4 stramme Tage in Adelaide und Umgebung geplant. Von Victor Harbour, Middleton und Hahndorf bis zum Barossa Valley war alles dabei. Nachdem ich mich nach dem Wochenende zur Abwechslung mal wieder in der Uni blicken lies und 'les parents' auf Kangaroo Island waren, haben sie mich in Adelaide wieder abgeholt und wir sind zusammen Richtung Melbourne aufgebrochen. Erster stopp war Tintinara in the middle of nowhere. Hier hatten wir ein wunderschönes Cottage und bekamen am nächsten morgen eine Farmtour im bzw. auf dem Ute. Später gings weiter in den Grampians NP. Auch wenn Friedbert die Wasserfälle auch 'in Urach' sehen könnte und das Wetter eher englisch war, war es sehr schön und lohnenswert. Unsere nächste Station war Port Fairy. Hier hatten wir Glück und konnten relativ viele Wale beobachten. Das Highlight war aber die Unterkunft. Ein Haus direkt an einer Lagoone, mit Privatstrand und Blick aufs Meer vom Bett aus. Purer Luxus vor allem im Vergleich zu meinen bisherigen Reiseunterkünften. Die Sehenswürdigkeiten auf der Great Ocean Road die wir am nächsten Tag abgeschaut haben, waren schön (vor allem weil es endlich mal Sonne hatte) aber leider totaal überfüllt und überrannt von Reisegruppen. Wie 'schön' also dass wir unsere Ruhe in unserer nächsten Unterkunft hatten. Die lag nämlich mitten im Regenwald hinter Apollo Bay - besser gesagt am Arsch der Welt. Zunächst gewöhnungsbedürftig aber im Nachhinein wirklich eine tolle Erfahrung. Von dort aus ging es zu einem Treetopwalk, Johanna Beach und nach Kennet River zum Koalas suchen. Nach der ganzen Natur waren wir wohl etwas überfordert als wir in Melbourne angekommen sind. Einmal falsch abbiegen, sich etwas verfahren und wir hatten einen Umweg von ca. 1 Stunde bis wir wieder in der Stadt waren und einen Parkplatz gefunden hatten. Nach einem interessanten Essen beim Chinesen mussten wir uns dann wieder verabschieden. Ich sollte ja schließlich zur Uni und meine Eltern hatten 3 weitere Wochen mit einem straffen Reiseprogramm in Australien vor sich.
Nach dem ganzen Spaß mit Mum and Dad gehts für mich in Adelaide etwas stressig weiter. Ich muss relativ viel für die Uni machen und habe jetzt auch endlich einen Job gefunden. Ich arbeite als Bedienung in einer Chocolate Taperia. Der Laden ist wirklich cool und die Leute sind mega nett. Da der australische Stundenlohn verglichen zu deutschen Verhältnissen aber sehr gut ist und ich den ganzen Abend heiße Schokolade (mit Chilli, Orange, Dark, White, etc) trinken kann und alles probieren kann was die Küche so her gibt, fällt die Arbeit wirklich nicht allzu schwer ;)!
Das einzige was jetzt noch fehlt ist endlich SOMMER. Aber der kommt hoffentlich auch bald...
Bis dahin, bisous pour tous!
Franzi
Nach dem ganzen Spaß mit Mum and Dad gehts für mich in Adelaide etwas stressig weiter. Ich muss relativ viel für die Uni machen und habe jetzt auch endlich einen Job gefunden. Ich arbeite als Bedienung in einer Chocolate Taperia. Der Laden ist wirklich cool und die Leute sind mega nett. Da der australische Stundenlohn verglichen zu deutschen Verhältnissen aber sehr gut ist und ich den ganzen Abend heiße Schokolade (mit Chilli, Orange, Dark, White, etc) trinken kann und alles probieren kann was die Küche so her gibt, fällt die Arbeit wirklich nicht allzu schwer ;)!
Das einzige was jetzt noch fehlt ist endlich SOMMER. Aber der kommt hoffentlich auch bald...
Bis dahin, bisous pour tous!
Franzi
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| 3 positive Freunde |
Mittwoch, 25. Juli 2012
Westcoast
Unser Plan hat funktioniert. Wir haben alles mitgenommen was ging... viel Sonne, Strand, Wellen, Wüste, Regenwald, Kängurus, Delphine, sogar Crocos und Sharks waren dabei und außerdem noch Schildkröten.
Die Reise hätte also nicht besser sein können.
Die ersten Tage in Perth waren erstaunlich warm und sonnig und es war toll noch ein letztes Mal mit Anke und Cecile zusammen unterwegs zu sein. Als wir uns von Cecile verabschiedet hatten und noch den Benzinkanister, den ich eine Woche vorher im Stadtpark versteckt hatte, abgeholt hatten, ging die Reise endlich los. Der erste Stop war im Pinacles National Park. Das am Meer gelegene Wüstengebiet ist übersät von Steinsäulen die in der Vielzahl wirklich beeindruckend sind. Leider konnten wir (zumindest nach kürzerer Recherche) nirgends herausfinden wie diese Säulen entstanden sind. Ein Kunst 2-stündig Kurs der gerade Louise Bourgeois mit Frau Sauer durch nimmt, hätte hier auf jeden fall seinen Spaß gehabt :). Am nächsten Tag ging es weiter die Küste entlang bis wir im Kalibari NP angekommen sind. Dieser National Park ist von vielen Schluchten durchzogen und hat tolle Gesteinsformationen. Etwas weiter nördlich vom Kalibari beginnt die Shark Bay. Hier beginnt auch das Korallen Riff der Westküste, welches weit aus weniger berühmt ist wie das Great Barrier Reef aber auf jeden fall gut mithalten kann. Vor allem da is an der Westküste nicht so touristisch ist, hat man das Glück auch menschenleere Strände zu finden an denen man dann ganz alleine das Riff erkunden kann. Anke und ich haben unser letztes Geld zusammen gekratzt und uns eigene Ausrüstung gekauft, was sich total gelohnt hat. In Quobba konnte man dann von Schildkröten bis Haien alles sehen. Aber auch der Strand war genial mit wahnsinnig schönen Muscheln und Austern und Oktopussen im Wasser. Passend zum Sonnenuntergang kam dann auch noch eine Walfamilie vorbei. Als wir am nächsten Tag in Coral Bay ankamen, waren wir etwas enttäuscht. Es ist ein reiner Touristen Ort und das Riff hat in Strandnähe nicht mehr viel zu bieten. Wenn man also nicht das Geld für eine große Tauchtour hat, gibt es hier (im Vergleich zu Quobba) nicht mehr viel neues zu sehen.
Weiter nördlich in Exmouth war meiner Meinung nach das schönste Riff. In einem National Park an der Küste entlang gibt es einen Tauch-spot nach dem anderen und man könnte (mit Neo) ewig im Wasser bleiben. Leider fehlte mir die Unter-Wasserkamera um hier jetzt Bilder zu zeigen. Nach drei Tagen in Exmouth fuhren wir weiter ins Landesinnere zum Karijini National Park. In den so genannten Gorges (Schluchten) gibt es tolle Wasserfälle und Pools zum baden. Eine Wanderung führt durch eine so enge Schlucht, so dass man nur im 'Spider Walk' durchlaufen kann um nicht in den Fluss unter einem zu fallen. Ein kleiner zusätzlicher Spaßfaktor in diesem NP waren die Dirtroads die eigentlich nur für vierrad Antrieb Autos geeignet sind. Mit unserem Ford Falcon konnte man aber ausgezeichnet driften. Nach weiteren gefühlten hundert Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Port Hedland angekommen. Hier habe ich festgestellt wie sehr man sich über Handynetz und ein 3 Dollar Kissen für den ungemütlichen Stationwagon freuen kann.
Mit einem Halt am langweiligen 8 Mile Beach sind wir weiter nach Broome gefahren. Da wir uns einen tollen Campingplatz gegönnt haben und den Strand direkt vor der Türe hatten sind wir hier einige Tage geblieben. Broome an sich ist ganz nett... viele Hippies, kleine Märkte, tolle Strände und geniales Wetter. Nach ein paar tollen Tagen in der Sonne hieß es dann wieder auf die Straße. Da wir ja nur ein normales Auto hatten, konnten wir leider nicht die 600km Dirtroad durch das Kimberly fahren und mussten einen riesen Umweg drum rum machen. Immerhin war die Landschaft hier nicht ganz so eintönig wie an der Küste entlang... und mit Justus Jonas, Peter Shore und Bob Andrews im Auto ging es dann doch irgendwie. Kurz bevor wir über die Grenze ins Northern Territory gefahren sind gab es auf der Zufahrtsstraße von einer kleinen 5000 Einwohner Stadt noch eine Polizei Kontrolle. Jeder wurde auf Alkohol getestet - so auch ich. danach wurde ich noch freundlich auf meine Geschwindigkeit hingewiesen: Aufgrund der vielen, vielen Hunde und Kinder die ständig über die Straße rennen solle ich doch langsamer fahren. das Schmunzeln konnten Anke und ich uns da nicht verkneifen. Nach einem weiteren Tag im Auto sind wir dann endlich in Katherine angekommen. Hier gab uns eine Frau den Tipp zu den Hotsprings zu gehen. Das sind heiße Quellen die in einem kleinen Urwald liegen. Trotz der Krokodil Warnung war das Wasser voll mit vielen älteren Pärchen die wie Tarzan an einem Seil ins Wasser geschwungen sind. Als wir das gesehen haben mussten wir einfach auch ohne Badesachen ins Wasser - Ultra :)!
Schließlich kam dann die letzte Station vor Darwin, der Kakadu NP. Als wir ankamen war es schon zu spät um eine Wanderung zu machen, also haben wir uns an einen See gesetzt um Crocos zu sehen. Ich hätte selbst nicht daran gedacht, aber nach einer Stunde warten wurden wir belohnt. Ein Croco ist aus dem Wasser gesprungen um nach einer Ente zu schnappen. Wie im Film! Ansonsten ist der NP wirklich sehr schön und beeindruckend. Es gibt viel alte Höhlenmalerei der Aboriginies und wunderschöne Fluss- und Wasserlandschaften. Deshalb gab es dort aber auch wahnsinnig viele Mosquitos. Am ersten Abend haben wir leider nicht aufgepasst und musste dann die ganze Nacht in unserem Auto auf Jagd gehen. Der nächste Tag war dann auch dem entsprechend schmerzhaft. Last but not least kamen wir in Darwin an. Ein paar schöne Strände gab es wobei man auch hier auf Grund der Krokodile und Quallen nicht schwimmen kann. Die Stadt an sich ist aber ziemlich klein und langweilig. Kurz und schmerzlos habe ich mich dann auch von Anke verabschiedet da sie wieder zurück nach Deutschland geht. Einen besseren Urlaub hätte man als Abschied aber nicht haben können :)!!!!!!
Jetzt bin ich wieder in Adelaide im neuen Semester, in einer neuen Wohnung und mit neuen Leuten. Die nächsten Wochen werden also spannend. Am meisten freue ich mich aber erst einmal auf den 2. August wenn ich den besten Besuch überhaupt vom Flughafen abholen darf :)!
Die ersten Tage in Perth waren erstaunlich warm und sonnig und es war toll noch ein letztes Mal mit Anke und Cecile zusammen unterwegs zu sein. Als wir uns von Cecile verabschiedet hatten und noch den Benzinkanister, den ich eine Woche vorher im Stadtpark versteckt hatte, abgeholt hatten, ging die Reise endlich los. Der erste Stop war im Pinacles National Park. Das am Meer gelegene Wüstengebiet ist übersät von Steinsäulen die in der Vielzahl wirklich beeindruckend sind. Leider konnten wir (zumindest nach kürzerer Recherche) nirgends herausfinden wie diese Säulen entstanden sind. Ein Kunst 2-stündig Kurs der gerade Louise Bourgeois mit Frau Sauer durch nimmt, hätte hier auf jeden fall seinen Spaß gehabt :). Am nächsten Tag ging es weiter die Küste entlang bis wir im Kalibari NP angekommen sind. Dieser National Park ist von vielen Schluchten durchzogen und hat tolle Gesteinsformationen. Etwas weiter nördlich vom Kalibari beginnt die Shark Bay. Hier beginnt auch das Korallen Riff der Westküste, welches weit aus weniger berühmt ist wie das Great Barrier Reef aber auf jeden fall gut mithalten kann. Vor allem da is an der Westküste nicht so touristisch ist, hat man das Glück auch menschenleere Strände zu finden an denen man dann ganz alleine das Riff erkunden kann. Anke und ich haben unser letztes Geld zusammen gekratzt und uns eigene Ausrüstung gekauft, was sich total gelohnt hat. In Quobba konnte man dann von Schildkröten bis Haien alles sehen. Aber auch der Strand war genial mit wahnsinnig schönen Muscheln und Austern und Oktopussen im Wasser. Passend zum Sonnenuntergang kam dann auch noch eine Walfamilie vorbei. Als wir am nächsten Tag in Coral Bay ankamen, waren wir etwas enttäuscht. Es ist ein reiner Touristen Ort und das Riff hat in Strandnähe nicht mehr viel zu bieten. Wenn man also nicht das Geld für eine große Tauchtour hat, gibt es hier (im Vergleich zu Quobba) nicht mehr viel neues zu sehen.
Weiter nördlich in Exmouth war meiner Meinung nach das schönste Riff. In einem National Park an der Küste entlang gibt es einen Tauch-spot nach dem anderen und man könnte (mit Neo) ewig im Wasser bleiben. Leider fehlte mir die Unter-Wasserkamera um hier jetzt Bilder zu zeigen. Nach drei Tagen in Exmouth fuhren wir weiter ins Landesinnere zum Karijini National Park. In den so genannten Gorges (Schluchten) gibt es tolle Wasserfälle und Pools zum baden. Eine Wanderung führt durch eine so enge Schlucht, so dass man nur im 'Spider Walk' durchlaufen kann um nicht in den Fluss unter einem zu fallen. Ein kleiner zusätzlicher Spaßfaktor in diesem NP waren die Dirtroads die eigentlich nur für vierrad Antrieb Autos geeignet sind. Mit unserem Ford Falcon konnte man aber ausgezeichnet driften. Nach weiteren gefühlten hundert Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Port Hedland angekommen. Hier habe ich festgestellt wie sehr man sich über Handynetz und ein 3 Dollar Kissen für den ungemütlichen Stationwagon freuen kann.
Mit einem Halt am langweiligen 8 Mile Beach sind wir weiter nach Broome gefahren. Da wir uns einen tollen Campingplatz gegönnt haben und den Strand direkt vor der Türe hatten sind wir hier einige Tage geblieben. Broome an sich ist ganz nett... viele Hippies, kleine Märkte, tolle Strände und geniales Wetter. Nach ein paar tollen Tagen in der Sonne hieß es dann wieder auf die Straße. Da wir ja nur ein normales Auto hatten, konnten wir leider nicht die 600km Dirtroad durch das Kimberly fahren und mussten einen riesen Umweg drum rum machen. Immerhin war die Landschaft hier nicht ganz so eintönig wie an der Küste entlang... und mit Justus Jonas, Peter Shore und Bob Andrews im Auto ging es dann doch irgendwie. Kurz bevor wir über die Grenze ins Northern Territory gefahren sind gab es auf der Zufahrtsstraße von einer kleinen 5000 Einwohner Stadt noch eine Polizei Kontrolle. Jeder wurde auf Alkohol getestet - so auch ich. danach wurde ich noch freundlich auf meine Geschwindigkeit hingewiesen: Aufgrund der vielen, vielen Hunde und Kinder die ständig über die Straße rennen solle ich doch langsamer fahren. das Schmunzeln konnten Anke und ich uns da nicht verkneifen. Nach einem weiteren Tag im Auto sind wir dann endlich in Katherine angekommen. Hier gab uns eine Frau den Tipp zu den Hotsprings zu gehen. Das sind heiße Quellen die in einem kleinen Urwald liegen. Trotz der Krokodil Warnung war das Wasser voll mit vielen älteren Pärchen die wie Tarzan an einem Seil ins Wasser geschwungen sind. Als wir das gesehen haben mussten wir einfach auch ohne Badesachen ins Wasser - Ultra :)!
Schließlich kam dann die letzte Station vor Darwin, der Kakadu NP. Als wir ankamen war es schon zu spät um eine Wanderung zu machen, also haben wir uns an einen See gesetzt um Crocos zu sehen. Ich hätte selbst nicht daran gedacht, aber nach einer Stunde warten wurden wir belohnt. Ein Croco ist aus dem Wasser gesprungen um nach einer Ente zu schnappen. Wie im Film! Ansonsten ist der NP wirklich sehr schön und beeindruckend. Es gibt viel alte Höhlenmalerei der Aboriginies und wunderschöne Fluss- und Wasserlandschaften. Deshalb gab es dort aber auch wahnsinnig viele Mosquitos. Am ersten Abend haben wir leider nicht aufgepasst und musste dann die ganze Nacht in unserem Auto auf Jagd gehen. Der nächste Tag war dann auch dem entsprechend schmerzhaft. Last but not least kamen wir in Darwin an. Ein paar schöne Strände gab es wobei man auch hier auf Grund der Krokodile und Quallen nicht schwimmen kann. Die Stadt an sich ist aber ziemlich klein und langweilig. Kurz und schmerzlos habe ich mich dann auch von Anke verabschiedet da sie wieder zurück nach Deutschland geht. Einen besseren Urlaub hätte man als Abschied aber nicht haben können :)!!!!!!
Jetzt bin ich wieder in Adelaide im neuen Semester, in einer neuen Wohnung und mit neuen Leuten. Die nächsten Wochen werden also spannend. Am meisten freue ich mich aber erst einmal auf den 2. August wenn ich den besten Besuch überhaupt vom Flughafen abholen darf :)!
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